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Autor Thema: Wände für eine Wende zur Nachhaltigkeit  (Gelesen 1554 mal)
H.-P. Ambros
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« am: 29. März 2010, 07:54:16 »

Wände für eine Wende zur Nachhaltigkeit

Multifunktionale Lärmschutzwände an Autobahn A 4 sollen Bürger besser schützen.

Bewohner des Dorfes Buir bei Kerpen im Rheinischen Braunkohlerevier nehmen ihren Schutz nun selbst in die Hand. Nachdem Protestaktionen und Klagen die tagebau-bedingte Verlegung der Autobahn 4 an den unmittelbaren Ortsrand bislang nicht verhindern konnten, soll die neu gegründete Genossenschaft Sonnenwaende nun die Wende bringen. Anstatt einer einfachen Betonlärmschutzwand, die die Verkehrs-behörden planen, hat sich die Genossenschaft zum Ziel gesetzt, die mit 2,4 km längste multifunktionale Solarlärmschutzwand Deutschlands zu bauen. Neben diesem Superlativ erlauben modere Baumaterialien auch noch die Reduzierung der Stickoxid-Immissionen um 60 %.

Ganz nebenbei wäre der Kerpener Ortsteil Buir mit 3.900 Einwohnern damit nicht nur CO2-neutral, sondern auch besser vor Lärm- und Atemluftbelastungen geschützt. Diese drohen den Menschen durch die braunkohletagebaubedingte Autobahnverlegung unmittelbar an den Ort, denn die Planer sehen bislang nur 4 m hohe Schutzwände vor. „ 8 Meter, “ so Peter Abels *, Initiator des Projekts, „sind nach Aussagen von Gutachtern aber notwendig, damit wir besser vor den Auswirkungen der Autobahn, der Hambachbahn und dem herannahenden Tagebau geschützt werden“.

Die Mehrkosten für die Lärmschutzwände werden durch die gleichzeitige Produktion von Strom auf lange Sicht mehr als kompensiert. Die Finanzierung und die Gewinnausschüttung an die Genossenschaftsmitglieder werden durch das EEG auf 20 Jahre garantiert.

Unterstützung erhielt die Genossenschaft durch führende Politiker des Landes NRW oder auch des Bundes. Neben dem Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers zählen auch der SPD-Solarexperte Hermann Scheer oder der stellv. Grünen-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag Reiner Priggen zu den Befürwortern des Projektes.

Um die Ziele der Genossenschaft in die Tat umzusetzen, bedarf es einer ausreichenden Zahl von Mitgliedern. Unterstützen auch Sie diese Idee und zeigen sich solidarisch mit den Buirern, die den Schutz Ihrer Gesundheit selbst in Hand nehmen müssen, da dies vom Verursacher der Autobahnverlegung (RWE POWER AG) nicht zu erwarten ist.

Lassen auch Sie sich von einem Projekt faszinieren, welches den Schutz der Bevölkerung mit nachhaltigem Wirtschaften verbindet.

Quelle: Peter Abels, SONNENWAENDE
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